Warum diese Seite?

Stand 27.12.2011: Wir haben uns entschieden, den Blog jetzt endgültig einschlafen zu lassen. Einmal gibt es die Web-Seite druck.verdi.de, zum anderen gibt es in 2012 eine Tarifrunde in der Papierverarbeitung, wo alle Rahmenbedingungen wieder anders sind – sowie der Namen des Blogs. Die Bewegung am Zeitungsmarkt werden sich vollziehen, aber wir können dazu keinen sinnvollen Beitrag über den Blog leisten. Die abstrakten Schlußfolgerungen und Maßnahmen muss ver.di angehen. Dafür spricht wenig, aber zum organisationspolitische Formierung bei Konzentrationsprozessen und drohender Rezessions gibt es wenig Alternativen. Das ist klassisch die Aufgabe von ver.di, nicht von einem Blog (welch hilfloser Gedanke. Die Häuserkämpfe, die sich aus er Konsolidierung der Zeitungslandschaft ergeben, wird es nicht geben, es kann sein, aber als Grundprinzip nicht. Auf dem letzten Zeitungs-Betriebsräte-Seminar im Dezember waren die Momente in der Konsolidierung klar erkennbar, die Gegenwehr eher nicht. Darauf fußt unsere Spekulation, dass Kämpfe die Ausnahme sein werden. Aus einem Trio wurde ein Duo, wir haben ein neues Projekt, dass verfolgt werden soll oder konzentrieren uns auf unsere erfolgreich verlaufenden (Web)Projekte.

Stand 28.10.2011:: Die Auseinandersetzung um den Arbeitsplatzabbau in Prinovis Nürnberg und die künftigen Arbeitsbedingungen, ob wettbewerbspolitisch ausgerichtet oder tariflich reguliert, wurden am 24.10.2011 mit der Aufnahme der Arbeit nach einem mehrwöchigen Streik beendet. Von uns dreien, die diese Seite produziert haben, sind noch zwei geblieben, es ist aber nur eine Frage der vorhandenen Zeit für die Seiten. Ursprünglich wollten wir diese Seite einschlafen lassen (s.a.Stand 19.08.2011), wir wollten uns aber wegen der Unterstützung von Prinovis Nürnberg solidarisch verhalten und für eine größere Öffentlichkeit sorgen. Auch hier bliebt es dabei: wir haben die ver.di-Seiten bei den Zugriffen weit überholt. Das ist für uns zufriedenstellend, wir waren aber einfach eine kleine Seite der Solidarität mehr. Schade ist es, dass ver.di in der Web-Arbeit nur eingeschränkt handlungsfähig scheint. Wir werden die Entwicklung in den Printmedien jetzt doch etwas weiter begleiten, sei es in der tariflichen Auseinandersetzung, auf betrieblicher Ebene oder beim Thema der Pressefusionsregeln, die die Zeitungsverleger ändern wollen. Die Begleitung eines inhaltlichen Themas wird über diesen Blog sehr schwierig werden, weil wir uns als Aktionsseiten verstehen und die User dieses Konzept “anklicken”. Wir sehen aber die Herausforderung, dass sich ver.di beim Thema der “Pressekonzentration” vollständig verabschieden wird, weil sie faktisch keinen Widerstand gegen die Änderungen aufbauen wird und politisch überhaupt keine Vorstellung hat, wie man als Gewerkschaft mit vorhandenen Mitteln eine gewerkschaftliche Kraft aufbaut zu einem politischen Veränderungsprozess.

Stand 09.09.2011: Diese Seite war für die Tarifrunde Druckindustrie und Redakteure 2011 gedacht. Die beiden sind im wesentlichen vor dem Ende, also sollte die Seite einschlafen. Die Auseinandersetzung um das kommenden System der Arbeitsbeziehungen im Tiefdruck bei Prinovis Nürnberg hat uns aber veranlasst, auch hier unseren Web-Beitrag zu leisten. Unser Zugriffe gehen wieder hoch und bewegen sich auf dem Niveau der Tarifrunde Redakteure. ver.di begleitet die Auseinandersetzung über ihre Web-Seite prinovis.verdi.de, es gibt aber auch noch andere Plattformen, die sich um Infos bemühen. Von den Zugriffen liegen wir quantitativ vor ver.di, was aber nicht unsere Absicht ist. ver.di steht an der Seite der Beschäftigten, deren Arbeitsplatzabbau gestrichen werden soll. ver.di steht auch vor der Herausforderung, sich generell neu im Tiefdruck zu formieren.

Ergänzung 19.08.2011: Wird werden den Blog jetzt einschlafen lassen. Über unsere Erfahrungen und Positionen haben wir extra geschrieben.

Ergänzung 13.08.2011: Der Charakter unserer Seite hatte sich mit dem Tarifergebnis Druck geändert. Wir hatten entsprechend den Namen ergänzt. Die Zugriffe sind weniger geworden. Das sehen wir auch daran, dass die Meldung zu Prinovis Nürnberg und das Verhalten des Betriebsratsvorsitzenden uns wieder einen waren “Aufschwung” an Zugriffen verschafft hat. Addiert man die Zugriffe zum Thema Tiefdruck, dann ist das unser geheimes Thema, wird am meisten abgefragt. Mit Blick auf andere Seiten können wir auch aktuell nachrichtlich mitspielen und sind an großen Tagen auch weiter vorne. Es ist aber nicht die Absicht, irgendwo zu landen, sondern etwas mobiles anzubieten und eine Übersicht zu schaffen. Das halten wir.

Ergänzung 05.08.2011: Es bilden sich im Laufe der Zeit so genannte Communities heraus, insbesondere auf Facebook. Aus dem Anspruch, nur dabei zu sein hat sich ein inhaltliches Anliegen ergeben. So wurden verschieden Facebook-Seiten/Foren um Blogs ergänzt. Jetzt kommt Twitter immer mehr zum Zuge und wird als Instrument einer Art Live-Berichterstattung eingeführt, wenigstens erste Erfahrungen. Die ver.di-Webseiten sind aus strukturellen Gründen nicht in der Lage, Gelegenheit zum Dialog zu bieten. Man hat nicht die Möglichkeit, zu einem Artikel zu posten oder einen Text gut zu finden. In der Vergangenheit gab es Foren, die aber nie richtig funktioniert haben. Der Blick ins ver.di-Mitgliedernetz verweist darauf, dass in den Sozialen Netzwerken mehr passiert als dort.

Ergänzung 28.07.2011: Die Blogs der betrieblichen Akteure zum Zeitungsstreik in den Redaktionen nehmen zu. Die gewerkschaftlichen Web-Seiten kann man ruhig als stationär bezeichnen, sie haben noch keine Antwort auf die tägliche Berichterstattung gefunden, die die Bewegung und Herausforderungen an den einzelnen Standorten widerspiegelt. Facebook und Blogs sind dazu offenbar besser in der Lage.

Egänzung 09.07.2011: Die Tarifrunde in der Druckindustrie ist abgeschlossen, die für die Zeitungsredakteure noch offen. Damit verändert sich der Charakter der Berichterstattung, so dass wir den Namen des Blogs leicht geändert haben (Tarifrunde Tageszeitungen und Druckindustrie) und wir haben uns einen neuen Twitter-Account zugelegt (zeitungsrunde).

Ergänzung 27.06.2011: Die verschiedenen Tarifrunden haben unterschiedlichen Herausforderungen. Die Losung: Kommt zusammen, ob Drucker, Verlagsangestellte oder Journalisten, schafft eine neue Qualtität in der Tarifauseinandersetzung. In der Web-Arbeit von ver.di spürt man dies nur bedingt. Die dju in ver.di hat auch noch am 27.06.2011 den Aufruf zur Demonstration am 9.6.2011 als Aufmacher. Das sind sind leider grundsätzliche Fragen, die ver.di für sich klären muss.

Egänzung 18.06.2011: Auf den zentralen Web-Seiten druck.verdi.de bzw. Tarifrunde Print findet eine aktuelle Berichterstattung über das tägliche Geschehen in der Druckrunde kaum noch statt, lediglich die Fotogalerie informiert – auch nur in Schnipselform. Der Überblick über das Geschehen findet auf der Facebook-Seiten “Wir machen Druck” bzw. in weiteren Facebook-Gruppen statt. Diese Seiten hier waren ursprünglich nur für mobile Endgeräte als Angebot gedacht und um Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln.

Ergänzung 07.06.2011: Die Klicks auf diese Seiten gehen aktuell in die Tausende. Die Zugriffe über das Smartphone – der Zweck der Seite – steigen dabei erheblich. Es ist eine Plattform mehr in der Tarifauseinandersetzung. Durch die Produktion über das Smartphone selber geht es schnell, sind aber nur Info-Schnittchen, die die zentrale Web-Seite http://druck.verdi.de nicht ersetzen kann.

Es begann mit dem Stand 16.03.2011: Mit diesen Seiten gibt es auch eine mobile Fassung zur Tarifrunde in der Druckindustrie (bis ver.di auch ein entsprechendes Modul für ihr cms hat). Die Öffentlichkeitsarbeit wird zentral über die Web-Seite http://druck.verdi.de organisiert. Auf dem Smartphone einfach die Adresse http://mtv2011.wordpress.com eingeben und man erhält eine entsprechende lesbare Ansicht fürs Smartphone.

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